„Ich rette Menschenleben“: Michael Baransky über eine erfolgreiche Reise mit Suprathel von Polymedics Innovations

„Es ist das Team, das den Traum wahr werden lässt“, ist Christian Planck, Geschäftsführer von PMI überzeugt. Den Mitgliedern dieses Teams gehört deshalb hier die Bühne. Sie berichten von ihren Aufgaben, erzählen, was ihre Arbeit bei PMI besonders macht und was sie antreibt.  

Michael Baransky ist seit über einem Jahrzehnt bei PMI. Er ist der dienstälteste Außendienstmitarbeiter des Unternehmens und hat das Wachstum von PMI entscheidend mitgetragen. Die Wirkung von Suprathel hat er vielfach selbst beobachtet und hält sie speziell bei Kindern für einen Segen. Im Herbst 2023 verabschiedet er sich aus dem aktiven Berufsleben. Er unterstützt PMI weiterhin als externer Berater.   

Herr Baransky, wann haben Sie bei PMI angefangen?  

Zum Unternehmen bin ich 2012 gekommen, als Außendienstmitarbeiter für den Vertrieb von Suprathel. Anfänglich sollte ich die neuen Bundesländer abdecken. Irgendwann hatte ich dann die halbe Republik auf meiner Agenda. Es gab auch Exkurse ins Ausland, von Österreich und Schweiz bis nach Schweden und Ungarn. Heute bin ich nur noch in Deutschland unterwegs. Wir sind mittlerweile zu fünft im Außendienst in Deutschland.  

Was genau sind Ihre Aufgaben? 

Ich besuche Krankenhäuser und stelle unser Produkt vor, spreche mit Ärzten und Pflegern, schicke Muster und bin in der ersten OP dabei. Dann geht es um die Versorgung der Wunde, die bei den Pflegekräften liegt. Dazu halte ich Schulungen und Vorträge. Ich schaue den Leuten über die Schulter, um zu sehen, ob das Produkt so eingesetzt wird, wie es am wirksamsten ist.  

Ein wichtiger Aspekt in meinem Job ist es, sichtbar und greifbar zu sein. Ich komme schon mal zum Guten-Tag-Sagen in ein Krankenhaus. Meistens fällt dann jemandem aus dem Team ein, dass er oder sie sich längst zu Suprathel informieren oder bei uns bestellen wollte. Einmal habe ich auf Wunsch einen Vortrag bei einem Symposium der Kinderchirurgie in Mainz gehalten, als einziger „Nicht-Fachmann“.  

Heute ist Suprathel der Goldstandard bei Verbrennungsbehandlungen. Ist es dadurch einfacher geworden, das Produkt zu verkaufen? 

Ja und nein. Einerseits ist die Community klein. Nehmen wir mal die Kinderchirurgie. Wenn ein Produkt gut ist, spricht sich das schnell herum. Es kommt vor, dass ich aktiv angesprochen und in Krankenhäuser eingeladen werde, um unser Produkt vorzustellen.  

Andererseits bleibt Suprathel erklärungsbedürftig. Das liegt weniger am Produkt, sondern am wechselnden Personal – und wiederum insbesondere in der Pflege. Nachdem der Arzt Suprathel appliziert hat, kümmern sich die Pflegefachkräfte um die Versorgung der Wunde. Mit Suprathel wird die Änderung des Pflegeprotokolls notwendig, und das ist aufwendig: Die herkömmliche Versorgung sieht die regelmäßige Reinigung der Wunde bis auf den Wundgrund vor. Suprathel hingegen verbleibt, einmal aufgetragen, auf der Wunde. Gewechselt wird nur der äußere Verband.  

Sie waren Zeit Ihres Berufslebens Medizinprodukteberater. Wie hat sich Ihr Job verändert?  

Zu Beginn meiner Laufbahn, vor fast 40 Jahren, hatte ich ein Gespräch mit dem Oberarzt, vielleicht gemeinsam mit dem Pflegedienstleiter. Wenn die vom Produkt überzeugt waren, haben sie den Einkauf angerufen, gesagt, dass sie das Produkt übermorgen auf dem Tisch haben wollen. Damit war die Sache erledigt.  

Heute, wo viele Kliniken nach dem Shareholder-Value-Prinzip arbeiten, komme ich nicht mal mehr durch die Tür des Krankenhauses, ohne mich vorab beim Einkauf angemeldet zu haben. Wenn der Arzt vom Produkt überzeugt ist, entscheidet das Controlling, ob es gekauft wird. Da stirbt im Zweifel auch mal ein dreijähriges Kind, wenn die Verwaltung nein sagt. Das ist ein realer Fall – und für mich unglaublich frustrierend. Noch vor ein paar Jahren hat man zumindest bei Kindern alles getan, um zu helfen.  

Sie beenden im Herbst 2023 Ihre Berufslaufbahn. Machen solche Erlebnisse den Abschied leichter? 

Auf jeden Fall. Diese Entwicklung macht mich traurig. Meiner Tochter, die lange Zeit im Krankenhaus gearbeitet hat, ging das genauso. Sie hat den Beruf gewechselt. 

Zurück zur Positivseite: Welche Highlights nehmen Sie mit?   

Vor meiner Zeit bei PMI war ich unter anderem für einen Hersteller von Inkubatoren in der Neo-Natologie unterwegs. Ich weiß, wie es ist, wenn Kinder, sogar ganz kleine, Angst haben. Und ich weiß, was es bedeutet, ihnen diese Angst nehmen zu können. Bei herkömmlichen Verbandswechseln nach Verbrennungen müssen die Kinder nicht selten in Narkose gelegt werden, weil sie sich – zu Recht – vor den Schmerzen fürchten. Unter Suprathel habe ich viele Kinder gesehen, die ihren Verbandswechsel neugierig verfolgen. Das macht mich stolz.    

Dann die Entwicklung von PMI, an der ich tatkräftig mitgewirkt habe. 2012 hatten wir drei kleine Büros im Industriepark in Denkendorf. Als ich im Juli bei der Einweihung vor unserem neuen Gebäude stand, konnte ich das kaum fassen.  

Ich sehe PMI als verschworene Gesellschaft, als eine Art Familie. Man muss ein bisschen anders sein, um da reinzupassen. Man muss viel können, man darf nicht nein sagen, jeder muss mit anpacken, jeder ist Teil des Ganzen. Auch im Innendienst packt man das Päckchen selbst, wenn es eng wird. Und der Chef schnappt sich den Besen und macht sauber, auf dem Stand des Medizinkongresses. 

Worauf freuen Sie sich?   

Mit PMI werde ich über einen Beratervertrag verbunden bleiben. Im neuen Gebäude haben wir viel Platz für Schulungen und Vorträge. Endlich! Immer wieder wollten Kunden uns besuchen kommen, was aber in den bisherigen Räumlichkeiten nicht möglich war. Zumal man uns oft als Division eines Konzerns wahrnimmt – und ich jedes Mal Freude daran habe, zu erzählen, wie klein wir angefangen haben.  

Ich bekomme zukünftig also das Beste aus zwei Welten: PMI mit seinen überzeugenden Produkten und dem tollen Team, aber ohne Umsatzdruck für mich.